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Bela B. & Danny Young



Die Frontsau und der Powerpunk

Ärzte-Drummer Bela B. ist auf Solo-Tour – und nimmt sich Ex-Glucifer Danny Young als Tourdrummer mit, damit er die Frontsau machen kann.


 


von Kai Bargmann


Bela B.

Dass ein Drummer einer populären Band mal ein Solo-Album aufnimmt, ist nichts wirklich Neues. Aber Bela B. von den Ärzten meints richtig ernst und geht mit dem Material von seinem Erstling „Bingo“ und eigener Band auf Tournee. Die Überraschung beim Soundcheck zu einem der ersten Gigs in Hamburg ist gelungen: Nach einigen Songs in seiner neuen Rolle als Sänger und Gitarrist gönnt sich der Meister eine Rückkehr ins bewährte Metier. Bela setzt sich an die Drums und freut sich sichtlich eins ab, „Pet Cemetary“ von den Ramones zu trommeln. Die Rolle vorne übernimmt Tourdrummer Danny Young – und macht seine Sache als Zweitsänger alles andere als schlecht. Wenn Danny das Schlagzeug bearbeitet, hört man sofort seine Herkunft durch: Bei der norwegischen Heavy-Rock-Band Glucifer fiel er als harter Puncher auf. So auch hier: Bei jedem Snaredrumschlag zucken die Augen der Umstehenden zusammen. Nach dem Soundcheck talken Bela B. und Danny Young locker und witzig mit uns über Stehschlagzeuge, kopulierende Hippies und gute Heavy-Metal-Drummer.
DrumHeads!!: Bela, wie bist du auf Danny gekommen?
Bela B.: Das erste Mal habe ich ihn 1998 bei einem Konzert in Hamburg gesehen. Glucifer waren eine dieser skandinavischen Rock-’n’-Roll-Bands, sehr eigenständig, nicht amerikanisch, ohne Haarspray und den ganzen Scheiß, die einfach ihr Ding machten. Wir haben Glucifer bei den Ärzten im Vorprogramm auftreten lassen und uns backstage angefreundet. Danny und ich waren auf den Parties immer die letzten. Als mein Soloprojekt live umgesetzt werden sollte, wollte ich am Schlagzeug jemanden, der wild und ursprünglich ist. Einerseits eine Keith-Moon-Figur, andererseits jemanden, der spielen kann, weil wir mit Sequencern und so weiter arbeiten. Auf der Glucifer-Farewell-Tour bin ich direkt backstage gegangen und hab Danny gefragt, ob er einen neuen Job will.
Danny Young: Ich war zwar geschockt, aber es hat mir gefallen.


Das vollständige Interview lest ihr in in Ausgabe 5/06 von DrumHeads!!



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