Frischzellenkur für Sepultura

Für viele ist Brasiliens Metal-Export Nr. 1 – Sepultura – gleichbedeutend mit Drummer Iggor Cavalera, der die Band mit seinem Bruder Max gründete. Beide sind nicht mehr dabei. Die Rest-Sepulturas haben sich eine echte Naturgewalt als Drummer in die Band geholt: Eloy Casagrande. Er ist gerade mal zwanzig. Bereits als 14jähriger räumte er die wichtigen Preise ab. Nun spielt er bei der größten Band Brasiliens. Und wie er spielt! Ohne seinen Bandkollegen zu nahe treten zu wollen – Eloy und sein Drumming sind eine echte Frischzellenkur für Sepultura.


 


von Cord Radke/Jan Hoffmann/Natalie da Silva Lima


Eloy Casagrande

DrumHeads!!: Als Drummer von Sepultura werden viele dich jetzt in eine Schublade stecken. Siehst du dich selber eigentlich als Metal-Schlagzeuger?


Eloy Casagrande: Ich spiele schon einige Zeit bei Metalbands und bin schon seit langem in der Szene ...  aber ich sehe mich nicht komplett als Metaldrummer. Ich höre auch gerne andere Sachen und habe auch immer schon andere Musikrichtungen gespielt. Als Musiker habe ich bisher vielseitig gearbeitet und mache auch weiterhin alles mögliche.


DH!!: Wie kommst du als 20jähriger Newcomer dazu, bei Sepultura zu spielen, einer der größten brasilianischen Bands ?


Eloy: Ich hatte davor eine andere Band namens Gloria. Im September diesen Jahres spielte ich mit ihnen bei „Rock in Rio“ (einem großen Festival in Brasilien, Anm. der Autoren). Zufälligerweise haben wir am selben Tag wie Sepultura gespielt. Einige von der Sepultura-Crew kannten schon meine Arbeit. Und dadurch, dass Sepultura mich bei „Rock in Rio“ gesehen hatten und daher wussten, wie ich spiele, haben sie mich zum Vorspielen eingeladen.


DH!!: Wie lief das dann ab?


Eloy: Ich musste 20 Stücke mit ihnen spielen – das aktuelle Repertoire. Alles ging sehr schnell: Ich hatte nur sehr wenig Zeit mich vorzubereiten. Dann, nachdem klar war, dass ich den Job kriege, hatte ich vor der anstehenden Tour zehn Tage Zeit, um die Songs zu lernen: es waren noch mal zwanzig – und zwar andere Stücke, als die, die ich fürs Vorspielen lernen musste; in drei Wochen musste ich so etwa vierzig Songs spielen lernen. Fürs Vorspielen die aktuellen und für die Tour auch ältere Sepultura-Stücke.


DH!!: Hast du dafür Noten oder Charts bekommen?


Eloy: Nein, ich mag es lieber, auswendig zu lernen. Mit Noten funktioniert es natürlich auch – aber vor allem dann, wenn es darum geht, ein Stück nur ein Mal zu spielen. Wenn du aber ständig die gleichen Lieder spielst, finde ich es besser, sie auswendig zu können.


DH!!: Auch für das Vorspielen hast du keine Noten bekommen?  ...



Das vollständige Interview mit Noten- und Hörbesipielen lest ihr in Ausgabe 2/12 von DrumHeads!!






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