Eric Singer


Mann für alle Felle

Eric Singer gehört zu den gefragtesten Rock-Schlagzeugern dieser Tage.Er trommelte mit Legenden wie Kiss und bearbeitet zurzeit mal wiederbei Alice Cooper die Felle. Bei unserem Treffen erwies er sich als sehrsympathischer Gesprächspartner und gab uns gleich noch ein paarhilfreiche Tipps mit auf den Weg …


von Mario Schmitt


Eric Singer (Kiss/Alice Cooper); Foto: Chris Weiß

DH: Du hast mit den Größten der Musikszene zusammengespielt. Warum wollten sie alle ausgerechnet dich in der Band haben? Was macht dich so besonders?
Eric: Nicht jeder will mich in seiner Band haben (lacht). Wenn man als Profimusiker überleben möchte, muss man mit Leuten auskommen können. Wenn du ein Arschloch bist, will dich keiner in seiner Band haben. Es ist egal, wie gut du spielen kannst. Wenn dich die Leute nicht mögen oder wenn du schwierig bist, werden sie dich nicht engagieren. Dann muss man sich immer seiner Rolle als Schlagzeuger bewusst sein. Wie ich schon sagte: Spiele für den Song. Als ich zum Beispiel mit Brian May unterwegs war, wusste ich, dass ich weder so spiele noch klinge wie Roger Taylor. Aber ich habe versucht, die Queen-Songs genau so zu spielen, wie sie Roger über die Jahre immer gespielt hat. So hat sich Brian sicher und wohl gefühlt.
DH: Mit welchen Bands oder Künstlern würdest du gerne noch spielen?
Eric: Nun, ich habe schon mit Glenn Huges bei Black Sabbath gespielt, das war cool. Aber mit wem ich auf jeden Fall gerne spielen möchte, wären die Jungs von Led Zeppelin oder den Beatles. Ich hatte das Glück, dass ich schon mit vielen Musikern und Bands zocken durfte, die für mich Vorbilder waren und mich in meiner Jugend beeinflusst haben.
DH: Led Zeppelin und Beatles waren also deine Heros?
Eric: Meine Lieblingsbands sind Queen, Led Zeppelin, Beatles und Black Sabbath. Alle deren Schlagzeuger hatten einen eigenen Style, aber jeder für sich war einfach Spitzenklasse. Ich meine, John Bonham ist einfach der ultimative Rockdrummer. Auch Ian Paice mit seinen geilen Chops. Eigentlich ist Ian die Hardrock-Version von Buddy Rich. Er hat ein unglaubliches Feeling. Diese Jungs haben das Rockdrumming, so wie wir es heute kennen, erfunden.
DH: Was hat es mit deiner eigenen Band ESP auf sich?
Eric: Bei ESP sind noch John Corabi, Chuck Garric und Bruce Kulick mit am Start. Wir haben eine CD aufgenommen, ausschließlich Coversongs. Wenn man auf den 70er-Jahre-Sound steht, sollte man sich die Scheibe unbedingt besorgen. Ursprünglich war ESP ein Spaßprojekt. Ich wollte schon immer mal Songs aufnehmen, die mich als Teenager beeinflusst haben. Wir haben zwölf Songs eingespielt. Von Jimi Hendrix, Aerosmith bis Sweet. Lauter Zeugs aus den 70ern. Wir haben die Songs auch nicht digital, sondern analog aufgenommen, um möglichst nah an das Original ranzukommen.

Das vollständige Interview lest ihr in in Ausgabe 4/06 von DrumHeads!!



zurück zum Inhalt

 





Die aktuelle Ausgabe jetzt bestellen ...


© 2006 DrumHeads!! - ein Magazin der PPVMEDIEN GmbH - Impressum