Kenny Aronoff
Session-GigantKenny Aronoffs Diskografie plättet einen förmlich: Avril Lavigne, John Cougar Mellencamp, Joe Cocker, Celine Dion, Meat Loaf oder auch die Soloalben der Bon-Jovi-Frontmänner Bongiovi und Sambora. Er gehört zu den meistbeschäftigten Sessionmusikern und gilt als der Inbegriff von „Less Is More“-Beats. Jonathan Mover, genauso ein Workoholic wie Aronoff, traf ihn zum Gespräch über die Studioszene.

von Jonathan Mover
DH!!: Du bist seit mittlerweile 20 Jahren eine Konstante in der Session-Szene. Aus Drummersicht – mit welchen Veränderungen musst du klarkommen und was wird sich nie ändern? KA: Das Musikbusiness wird niemals so werden, wie es mal war. Niemals. Wir sind in einer Ära neuer Technologien. Das Internet hat alles verändert. Downloads – die Plattenlabel hätten das unter Kontrolle haben können, aber sie entschieden: „Nein, wir wollen nicht.“ Und so hat sich alles verändert. Du kannst dir für 5.000 Dollar ein Homerecording-Studio kaufen und alles selbst machen. Aber was mit dem Musikbusiness passiert, passiert auch mit der Gesellschaft. Wir werden immer isolierter mit unseren kleinen Computern. Das Musikbusiness funktionierte so, dass Leute ins Studio gingen und zusammenwirkten. Mike Finnigan spielte mit einer Band in den Electric Lady Studios. Hendrix hörte ihn spielen und sie schrieben „Rainy Day, Dream Away“. Zeppelin … Warum kaufen Leute immer noch Zeppelin-Platten? Weil du hörst, wie die Musiker miteinander umgingen. Darüber hi-naus gibt es keine Budgets mehr, und einige denken, Musik sollte kostenlos sein. Man kann mit Platten kein Geld mehr verdienen. Es sind nur wenige, die wirklich ein Killerleben im Musik-business führen. Und dann gibt es noch den ganzen Rest. Ich meine, ich kann mein Lebensunterhalt mit Schlagzeugspielen verdienen. Aber ich muss mehr arbeiten, um das Gleiche zu verdienen.
DH!!: Du hast mit der Crème de la Crème gespielt und bist auf einem Hit nach dem anderen zu hören. Welche Sessions haben nicht gut funktioniert und warum nicht? KA: Ich kann mich an keine bestimmten erinnern, aber es gibt Sessions, die nicht glatt laufen, weil der Produzent oder verantwortliche Künstler nicht wirklich wissen, was sie tun. Oder sie sind nicht musikalisch. Egal, was du ihnen gibst, sie wissen nicht, ob es gut ist oder nicht.
Das vollständige Interview lest ihr in Ausgabe 2/10 von DrumHeads!! |




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