Richtig üben Teil 2


Automatismen - der Schlüssel zum Erfolg

Nachdem Richard Filz euch in der ersten Folge Tipps für die optimalen Übungsvoraus­setzungen gegeben hat, geht er diesmal und in den nächsten Ausgaben auf die „W – Fragen“ ein. Zum Einstieg stellt er die Frage „Wie sollte ich üben?“ in den Mittelpunkt.



mit Richard Filz



Richard Filz

Wir starten gleich mit der Kern­frage. „Wie“ übe ich eine bestimmte Übungsaufgabe. Zuerst müsst ihr festlegen woran ihr arbeiten wollt. Als Übungsaufgabe habt ihr euch zum Beispiel Paradiddle ausgesucht. Die wollt ihr so schnell wie möglich in mittlerer Lautstärke ohne Akzente spielen können. Wir nehmen an, dass ihr Paradiddle schon eine Weile geübt habt und ihr bei einem mittleren Tempo angelangt seid. Stellt auf dem Metronom zum Beispiel 100 bpm ein und versucht das Ganze circa 30 Sekunden lang durchzuhalten. Wiederholt dies mehrmals bis ihr die Übung 3–4 mal je 30 Sekunden fehlerfrei spielen könnt, dann erhöht den Schwierigkeitsgrad (Tempo steigern um 5-10 bpm). Irgendwann ge­langt ihr an ein Tempo, wo die Sache nicht mehr so rund läuft. Geht dann wieder in ein Tem­po zurück, in dem die Übung gut funk­tio­niert hat, wiederholt das Ganze noch 3–4 mal und beendet somit das Üben dieser Auf­ga­be mit einem Erfolgserlebnis. Notiert die­ses Tem­po in einer Übungstempoliste und nehmt es als Ausgangspunkt für die nächste Ü­bungs­einheit (am besten am nächsten Tag). Da startet ihr etwas unter der eingetragenen Tempomarke, arbeitet euch zum Aus­gangs­tem­po hoch und versucht noch etwas schnel­ler zu werden. Das neue Tempo wird wie­der in die Übungstempoliste eingetragen. Da­bei ist es aber wichtig, Genauigkeit und Prä­zi­sion über Geschwindigkeit zu stellen. Ü­bungs­tem­polisten sind die effektivste Art Fortschritte zu dokumentieren. So seht ihr, wie ihr euch verbessert, wo eure Stärken liegen und woran ihr noch arbeiten müsst. Einen Vordruck für eine Übungstempoliste könnt ihr euch auf unserer Website www.drum-heads.de im Downloadbereich runterladen. Bei neuen Übungsaufgaben kann es eine Weile dauern, bis ihr ein Tempo in die Liste eintragen könnt. Da müsst ihr zuerst unter anderem Handsätze, Bewegungsabläufe, Aufteilung am Set und Grooveelemente langsam erarbeiten, bis ihr das Ganze im langsamen Tempo fehlerfrei spielen könnt. Das Haupt­problem ist manchmal die Ungeduld, die einen darin hindert eine bestimmte Sache schnell zu erlernen. Die meisten jungen Drum­mer flüchten in ein zu schnelles Tempo und überspielen so kleine Unsauberkeiten, die sich jedoch langfristig als massive Fehler ein­ze­men­tieren.

Die vollständige Workshop-Folge findet ihr in der Ausgabe 5/09 von DrumHeads!!






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