Die Band 30 Seconds to Mars ist vor allem das Projekt zweier Brüder: dem als Schauspieler aus Filmen wie „Fight Club“ bekannten Jared Leto als Sänger und seinem älteren Bruder Shannon an den Drums, Spitzname: „Shanimal“. Vor einem 30 Seconds To Mars Konzert in Leipzig erzählte er uns, worauf es ihm – nicht nur beim Trommeln – ankommt.
von Alexandra Katzschke
DrumHeads!!: Shannon, wenn du spielst, worauf konzentrierst du dich beim Trommeln am meisten? Shannon Leto: Die Seele des Songs zu treffen. Den Song zu fühlen, um dann darin meinen Platz zu finden. Das hängt immer ein bisschen davon ab, vom Song und wie der anfängt, zum Beispiel. Was der Herzschlag ist. Das richtig zu erwischen, ist mein Fokus.
DH!!: Das klingt überaus musikalisch gedacht. Welches Ziel verfolgst du denn als Musiker? Shannon:. Mein oberstes Ziel ist es, immer bei der Wahrheit zu bleiben, egal ob in meinem Leben oder in meinem Schlagzeugspiel. Ich will einfach ich sein und vor allem, zeigen wer ich bin. Auch an den Drums ... DH!!: Du spielst auch Gitarre. Hattest du mal Unterricht? Shannon: Nein, weder beim Schlagzeug, noch bei der Gitarre. Ich bin Autodidakt. Ich mag keine Schule...
DH!!: Was magst du denn dann? Shannon:. Ich mag elektronische Musik, das mache ich nebenher ein bisschen, so als Side-Project.
DH!!: Wie das? Spielst du da E-Drums? Shannon: Ja, ich spiele oft E-Drums. Ich mag den Sound. Ich hab E-Drums auch auf dem letzten 30 Seconds To Mars Album eingesetzt. Ich finde, es hat dadurch einen fetteren Klang. Ich finde, es wird interessant, wenn du den E-Drum-Sound mit dem akustischen mischst, wie ich das auch mache. Das klingt super.
DH!!: Das machst Du auch live, oder? In deinem Live-Setup hast du ja auch nicht wenig Elektronik... Shannon: Ja, ich habe acht Pads in mein Setup integriert, inklusive eines E-Kickdrum-Pads.
DH!!: Mit der Band 30 Seconds To Mars seid ihr personell gewachsen – vom Trio zu jetzt fünf Musikern auf der Bühne. Wie kam’s? Shannon: Früher waren es nur mein Bruder, ich und der Bassist. Aber die Musik rief einfach nach mehr Leuten. Wir wollten mehr machen. Und mit drei Leuten kann man nicht soviel machen, also haben wir noch wen dazu genommen.
DH!!: Hast du eigentlich einen Lieblingssong bei 30 Seconds To Mars? Shannon: Es gibt einige, die ich sehr gern spiele. Auf dem aktuellen Album ist es vielleicht der Song „Night Of The Hunter“. Der Drumsound dort gefällt mir. Ich habe zehn Tage gebraucht, um den hinzukriegen. Ich habe eine Menge Zeit und Energie da reingesteckt. Dieser Song ist wirklich sexy und expressiv und es macht wirklich Spaß, ihn zu spielen. |
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